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 Morbus Dupuytren,krumme Finger
  Samstag, 21. Oktober 2017
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DER RICHTIGE ARZT

Der richtige Arzt ist wichtig

Ich wundere mich immer über die Berichte, wenn ein Patient schreibt, "der Arzt hat sich viel Zeit genommen und die Leute in der Praxis waren sehr nett". Gut, dagegen ist nicht viel einzuwenden. Einige von ihnen scheinen auch tatsächlich Glück gehabt zu haben, dass dann eine klassische Op erfolgte und diese auch durchaus erfolgreich!
Einige Patienten erzählen aber solche Berichte und wundern sich hinterher keineswegs darüber, dass sie nun im Internet Hilfe suchen, weil trotz der "netten" Fürsorge leider doch etwas daneben gelaufen ist??? Eine schöne Geschichte dazu muss ich unbedingt hier und jetzt loswerden: Da sitze ich nach einer meiner Operationen wegen Nachuntersuchung im Wartezimmer und neben mir sitzend, spricht mich ein älterer Herr auf meinen Verband an. Da sagt der ältere Herr, - der nun hilfesuchend "hier" sass, weil sein Arm nach einer Op taub war -, sinngemäß, "das habe ich bei dem Professor in der Unfallklinik machen lassen". Da ich nun zufällig den Professor in der Unfallklinik kannte, und er zwar riesen gross mit tiefer Stimme war, aber dennoch eine Frau, fragte ich beim älteren Herrn dezent danach, ob es denn der Prof selbst operiert habe. Da sagte er nein und im Weiteren fand ich heraus, dass der ältere Herr überhaupt nicht wusste, wer ihn dort operiert hatte. Wenn ich ihm nun erzählt hätte, dass die Unfallklinik ein Lehrkrankenhaus ist, wobei die operierenden Ärzte durchschnittlich etwa 35 jahre alt sind, hätte er wohl komisch geguckt. Ich liess es also.

Ich finde es hochinteressant, was die Leute so glauben.

Hier nun ein paar Tipps, wie man den richtigen Doc "ertasten" könnte:

  • Es ist schon mal gut, wenn der Arzt nicht so aussieht, als ob gleich nochmal schnell in die Uni muss, um sich ein Buch auszuleihen. Also, er darf schon die 45 lange hinter sich haben.

  • Wenn es eine Praxis (entweder Handchirurgische oder Plastische) ist, so ist es beruhigend, wenn an der Wand eine oder mehrere Urkunden hängen, die den Arzt noch als früheren Ober- oder Chefarzt eines grossen Klinikums ausweisen.

  • Falls es eine solche Praxis ist, so ist die Chance, dass der Chef selbst Hand anlegt, nahe 100%

  • Mein Erlebnis in einem riesen Unikum: Ich setzte mich in der "Plastischen und Handchirgischen" in einen Untersuchungs-Raum mit etwa 10 Patienten. Dann kam eine sehr süsse Assistenzärztin (oder AIP-ler = Arzt im Praktikum) und nam an meinen Händen Maß (Ergebnis: ein Bericht der nach Einsteins Notizen aussah). Sicher ergab das einen Arbeitsplatz für die Schreibmaschine.
    Nach dem ich dieser Ärztin nun die 3. Frage zur Krankheit stellte, verzog sie sich sicherheitshalber nach kargen Kopfschütteln und wartete 3 Meter weiter auf den Besuch des Chefs bei mir. Dann, als ob ich nicht dabei sitzen würde, erzählte sie ihm meinen Zustand. Auch immer toll mit anzuhören, die Stadiums angaben 1 bis sonstewo. Wer will das wissen? Zum Glück war ich ja schon erprobt und interessierte mich nur dafür, welche Chancen ich hätte und ob mich der Oberarzt beschneidet oder es ein Team aus Fertigstudierten macht.
    Ergebnis: der Oberarzt sagte freiwillig zu mir, "gehen sie erstmal nach Hause und überlegen in Ruhe.
    Ich bin nie wieder dort hin!

  • Einige Patienten berichten von dem ungeheuerlichen, dass die Ärzte davon sprachen, dass die Operation ambulant durchgeführt werden soll und regen sich darüber auf! Liebe Patienten, der Unterschied zwischen Ambulant und Stationär ist ein rein finanzieller. Ok, der Verband bei Dupuytren wird Stationär am nächsten Tag gewechselt, bei Ambulant manchmal erst nach Tagen (man ist sich aber einig, dass der erste Verband der sauberste ist und eigentlich darum ein Wechsel am nächsten Tag unsinn. Aber was solls)
    Ist es nicht wesentlich wichtiger, dass der operierende Arzt ein guter und während der OP supergut drauf ist?

  • Auch immer wieder ein Klassiker: Du sitzt in einem Bistro und die Person neben dir rät dir - nach dem 2. Bier ganz eindringlich - "in der Klinik Trallala, da sind die besten Ärzte, geh da mal hin."
    Hierzu mein Fragenkatalog:
    1. Frage: "kennst du dort einen Arzt?"
    2. Frage: "warst du schonmal dort oder kennst du jemanden der dort war?"
    3. Frage: "woher weisst du das?"
    Frage 1 + 2 werden meisst mit "nein" beantwortet. Frage 3 mit "habe ich gehört".
    ....Tja, und ich habe gehört, dass es auf dem Mars Wasser gibt.

    Ich könnte dazu nun Selbsterlebtes schreiben, aber ich will ja nicht langweilen.
    Wichtig hierbei: immer hinterfragen!

  • Auch immer wieder schön. Da wird einem aus guter Quelle der Dr. Meier empfohlen, man ruft zwecks Terminvereinbarung an und die Sprechstundendame fragt, "darf es auch Dr. Müller sein?". Da muss man selbst wissen, ob es gut werden könnte. Ich persönlich lasse mich nicht mehr auf einen "Anderen" ein.
    Auch kommt es gerade in Kliniken vor, dass der empfohlene Arzt gar nicht mehr dort ist. Dann besser erstmal neu recherchieren!


Nachtrag Mai 2012:
Ich musste mal wieder feststellen, dass meine Ausführungen auch dem Problem der Interpretation unterliegen.
Gerade auf den Erfahrungsberichtplattformen im Internet kann man inzwischen herzerfrischende bis herzzereissende Berichte über alles Mögliche und über Ärzte lesen. Ganz schick finde ich natürlich Berichte über z.B. neue Heilmittel, oder ein elekrtonisches Produkt, wobei man beim konzentrierten Durchlesen durchaus erkennen, zumindest anhand der Schreibweise oder dem Wortlaut vermuten kann, dass die Berichte vermutlich von ein und der selben Person, zumindest Agentur, geschrieben wurden. Und das es dafür PR-Agenturen gibt, ist ja nun kein Geheimnis.
Vor kurzem hat ein Patient nun die Erfahrungsberichte auf einer solchen Plattform bzgl. eines Arztes mit meinen obigen Tipps zur Arztsuche verglichen, und war nun der Meinung, dass man den Arzt meiden sollte. Ich habe mir die Berichte auf der Erfahrungsplattform durchgelesen und konnte nur entdecken, dass hauptsächlich über die Unfreundlichkeit der Praxisleute geschrieben wurde. Fast nichts zur Behandlung. Und schon gar nichts zur Behandlung von Dupuytren.
Tja, genauso meinte ich meine Tipps eben nicht!
Un-Freundlichkeit ist kein Behandlungsmassstab!

Und nicht vergessen,
...eine große Hürde ist die Entfernung zum Arzt. So mal eben 300km zu einer Untersuchung fahren, wer macht das schon!? Aber das muß man eben selbst wissen...Faulheit oder guter Doc!?






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